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Alkaline Trio - 27. Jänner 2009 - Wien, Flex Es gibt eine einzige Band, die es schafft mir ständig das Gefühl zu geben, als würde ich im Land von Jack Skellington aus "A Nightmare Before Christmas" leben. Diese Band ist niemand geringerer als das ehrwürdige Alkaline Trio. "Warum das?", wird sich vielleicht einer fragen. Ich kann's erklären: Jedes Mal, wenn ich Musik dieser drei Virtuosen höre, beschleicht mich ganz heimlich still und leise ein melancholisches Gefühl. Aber das ist auch kein Wunder. Handeln doch die meisten ihrer Lieder von Verderben, Alkohol, Drogen, Herzschmerz, Langeweile oder auch Depression und Tod. Alleine wenn man versucht auf Google ein vernünftiges Bild der Band aufzutreiben, findet man hunderte Bilder in schwarz und blutrot gefärbt mit eindeutigen Symbolen, angefangen von Särgen über Totenköpfen bis hin zu Friedhöfen. Das ist genau die Dunkelheit, die man aus ihren Liedertexten kennt. Sieht man davon einmal ab, findet man das ganze verpackt in feinsten amerikanischen Punk. Schnelle Tempi gepaart mit kraftvollen Refrains. Sozusagen ein musikalischer Horrorfilm mit einem Wahnsinnssoundtrack. Im Dezember 1996 formierte sich dieses aus Matt Skiba, Daniel Adriano, und Derek Grant bestehende talentierte Gruselkabinett in Chicago. Lustiges Randdetail: Bei Chicago handelt es sich eigentlich um "The City of Blues", aber eine rege alternative Szene (mit Abkömmlingen wie The Lawrence Arms, Rise Against, Fall Out Boy oder auch Eddie Vedder) kämpft auch um ihre Anerkennung. Und auch Alkaline Trio leisten ihren Beitrag. So erschien im Juli 2008 ihr mittlerweile sechstes Studioalbum mit dem ihre dunkle Seite bestätigendem Namen "Agony and Irony" (zu dt. "Höllen-/Todesqual und Ironie"). Veröffentlicht unter Epic Records handelt es sich hierbei um ihr Major-Label-Debüt mit dem sie auch gleichzeitig auf Platz 13 der amerikanischen Albumcharts vorschossen – ihre soweit beste Platzierung. Die Meinungen über "Agony and Irony" gehen weit auseinander. Einige sind zufrieden, andere weinen vorangehenden Exemplaren, wie etwa den vielgefeierten Alben "From Here to Infirmary" (zu dt. "Von hier ins Krankenhaus") und "Good Mourning" (zu dt. "Gutes Trauern"), nach. Einig sind sich allerdings die meisten bei der Tatsache, dass der musikalische Höhepunkt der Band von ihrem letzten Album "Crimson" (zu dt. "Blutrot") aus dem Jahr 2005 markiert wird. Die Erwartungen für das neue Album waren dementsprechend hoch. Ich finde, dass sie dieses Niveau durchaus halten konnten. Die Drei haben einfach eine Gabe dafür melancholische Punkrock-Hymnen für die Ewigkeit zu schreiben. Highlights auf dem aktuellen Album sind "Live Young, Die Fast", die Single-Auskopplung "Help Me", das Alkaline-Trio-typische "Into the Night" und das unter seinem gesprochenen Intro zugegebenermaßen etwas leidende "I Found Away", das sich aber bald unter hervorzuhebenden Zeilen wie "That look on your face, it's more than I can take, it's scaring the living hell straight out of me" und mit der Hilfe von Matt Skibas kraftvollen Stimme als wahres Glanzstück offenbart. Seit einiger Zeit ist die Band auch auf Tour und – welch ein Glück – diese führt auch in unserem bescheidenen Land vorbei. Nein, Blödsinn: Gott sei Dank nicht vorbei, sondern DURCH. Am 27. Jänner 2009 um 20:00 Uhr wird das Flex in Wien noch mehr verdunkelt und überall Grablichter aufgestellt, denn da gastieren Alkaline Trio nicht nur dort, sondern spielen auch um 20:00 Uhr eine ihrer legendären Shows. Ziemlich sicher werden sie dann versuchen mit dem Song "Calling All Skeletons" auch noch die Letzten aus ihren Gräbern zu locken. | Alkaline Trio - Website | ![]() | |||
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