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| Wouldrock 09 - Photos!!! |
Lamawissenschaften Transporttier kann heutzutage nicht einfach jeder werden, dem man einen Mehlsack auf den Rücken schnallen kann. Mittlerweile wird von Bewerbern um eine Stelle als Transporttier auch bei langjähriger Erfahrung ein universitärer Abschluss verlangt. Deshalb bieten einige Universitäten und Fachhochschulen das Diplomstudium Transporttier-Wissenschaften bzw. Transporttier-Wissenschaftslehre an, eine sehr interdisziplinäre Richtung mit mehr Geographie als Logistikmanagement. Ich selber bin nun schon im neunten Semester und stehe kurz vor dem Abschluss an der Universität von Lima, logischerweise der renommiertesten auf diesem Gebiet, obwohl ich zwischendurch allerlei Zeugs für meine Transportfirma durch die Welt trage. Dadurch konnte ich mir auch bislang die vom peruanischen Unterrichtsminister vor wenigen Jahren eingeführten und heftig umstrittenen Studiengebühren locker leisten. Ein neuer peruanischer Unterrichtsminister hat diese nun auch wieder aufgehoben, allerdings nur für die Mindeststudiendauer. Das wäre in meinem Hauptfach auch kein Problem, allerdings habe ich aus Jux, Langeweile oder Wahnsinn noch nebenbei, gleich als ich anfing, noch Französisch inskripiert. Ich dachte ich könnte es vielleicht mal brauchen oder es mache Spaß. Durch die dort logische Überschreitung jeglicher „Mindeststudiendauer“ (eigentlich ein blödes Wort und irgendwie auch Etikettenschwindel) geht der Entfall der Gebühren an mir vorbei. Was jetzt eigentlich für mich kein so großes finanzielles Problem darstellen würden, dazu verdient man auch als Transporttier zu gut. Aufgeregt hat mich aber der Wortlaut des Bescheides, in welchem ich über die Entrichtung der Gebühr in Kenntnis gesetzt wurde. Demnach hieß es, dass „Langzeitstudenten nicht unterstützt werden“ würden. Ich glaube, den Satz werd' ich klauen müssen und in meine nächste Steuererklärung einbauen. So auf die Art: „Diese Regierung wird von mir nicht unterstützt, ich zahle nichts, ergebenst: Euer Lama“. | ![]() | |||
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