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The Whitest Boy Alive - 18.08.2009 - Arena, Wien

Weiche Electro Beats werden durch die Arena strömen, begleitet von der klaren, unschuldigen Stimme eines dünnen, bleichen Jungen, dessen Haare zu lang und Brille zu groß ist. The Whitest Boy Alive stellen uns am 18. August ihr zweites Album Rules vor. Ihr Front-Mann, Erlend Øye, hat neben einem Faible für elektronische Musik die Tendenz in mindestens drei Projekten gleichzeitig zu stecken – erkennbar an langen, schrägen Namen.

The Boy with the Weird Glasses
So wurde er uns als Teil des norwegischen Popduos Kings of Convenience auf deren Webseite vorgestellt. Zusammen mit Eirik Glambek Bøe zupfte er verträumt an seiner Gitarre, sang mit ungewöhnlich ruhiger, unauffälliger Stimme und schuf so den „Quiet is the New Loud“-Sound, bennant nach ihrem ersten Album (2001). Solche lieblichen, fast zerbrechlichen Töne hatte es seit Simon & Garfunkel nicht gegeben. Viel fehlte nicht zum großen Durchbruch, nachdem 2004 „Riot on an Empty Street“ in den CD-Regalen stand. Eirik entschied sich allerdings für sein Studium, und gegen die Musik.

The singing DJ
Eigentlich lebte er sowieso in London, manchmal auch in Berlin, stand in Clubs hinter den Mischpults und kam eines Tages auf die Idee, zu seinen Beats zu singen. So wurd er als The singing DJ unverwechselbar, nahm in zehn verschiedenen Städten Musik auf und brachte 2003 das Solo-Elektro-Album Unrest heraus. 2004 ging es weiter mit einer eigenen Mix-Platte der DJ-Kicks Serie des Berliner Labels !K7.

The Whitest Boy Alive
An keinem geringeren Ort als Jakarta, Indonesien, hatte sich Øye 2003 mittlerweile aber schon wieder mit anderen Musikern zusammen getan (Die Band gibt als offizielle Heimat Berlin an). Während Marcin Öz (Bass), Sebastian Maschat (Schlagzeug) und Daniel Nentwig (Keyboard) ihren Instrumenten weiche und dennoch fetzige Elektro-Töne entlockten, legte er seine zarte Stimme darüber und schuf so abermals einen neuen Sound. Sie nannten sich The Whitest Boy Alive, entschieden sich sämtliche Designs genau wie ihren Stil rein und simpel, dadurch aber äußerst ansprechend zu halten und brachten nach Dreams (2006) im Februar diesen Jahres ihr zweites Album Rules in die mp3-Player dieser Welt.

Kings of Convenience
Øye würde sich aber selbst untreu werden, wenn er nicht quasi parallel schon wieder an einem neuen Album und einer begleitenden Tour arbeitet. Folglich dürfte Bøe fertig mit seiner akademischen Ausbildung sein und doch lieber Musik machen.

Um Øye’s Künste in Österreich live zu bewundern, bleibt vorerst nur ein Termin, die Kings of Convenience beschränken sich auf wenige Konzerte in den Musik-Hauptstädten Europas. Ein Grund mehr, am 18. August in der Arena aufzutauchen. Macht euch auf ein fetziges, actionreiches Konzert gefasst, denn so ruhig und unschuldig wie im Studio geben sich The Whitest Boy Alive live nicht, da kann es schon mal passieren dass die ganze Band crowdsurft (http://www.youtube.com/watch?v=nRmStJWIq0A).

VVK 20/ AK 21




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